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17.09.2016

40 Jahre Sänger- und Musikantenhoagascht

40 Jahre Sänger- und Musikantenhoagascht

Mit dem Sänger- und Musikanten-Hoagascht, der vor 40 Jahren zum ersten Mal stattfand, hatte heuer einer der alljährlichen Höhepunkte im Kalender der Endorfer Trachtler einen "Runden". Es versteht sich von selbst, dass ein solches Jubiläum gebührend gefeiert gehört, und so hatten die Organisatoren, Ehrenvorstand Erwin Freese sen. und Norbert Hierl, besonders hochwertige und vielfältige Volksmusikgruppen zusammengestellt, die trotz oder gerade wegen ihrer Bandbreite im Gesamtergebnis hervorragend harmonierten und den Zuhörern ein Musikerlebnis der Spitzenklasse boten. Da der Hoagascht von jeher für höchste musikalische Qualität bekannt ist, waren auch dieses Jahr wieder Volksmusikkenner aus Nah und Fern der Einladung der Endorfer Trachtler gefolgt, darunter sogar zwei Ehepaare aus Berlin. 1. Vorstand Sepp Dickl jun. freute sich im Gasthaus Hilger über einen voll besetzten Saal, den die aktiven Dirndl ansprechend herbstlich dekoriert hatten. Siegi Götze führte, wie man es von ihm kennt, mit viel Humor und Einfühlungsvermögen durch den Abend. Zusammen mit Sepp Spiel, einem der Gründer der Schwarzenstoa Musi, schilderte er kurz die Entstehung dieser Musikgruppe, deren Mitglieder ja die Initiatoren des ersten Hoagascht vor 40 Jahren waren. Die Schwarzenstoa Musi um Urgestein Sepp Spiel hatte sich eigens für den Jubiläums-Hoagascht mit flotten Stücken der Gerstreitmusi nochmals zusammengefunden. Sehr erfreulich sei es, so Siegi Götze, dass mit Gabi Reiserer, Anneliese Reiserer und Sepp Spiel nach 40 Jahren immerhin "drei Viertel" der alten Besetzung nochmals zu den Instrumenten gegriffen hatten. Am Hackbrett war mit Kathi Hofmeyer ein aktives Endorfer Dirndl eingesprungen. Die vierte Musikantin der alten Besetzung, Dorle Bauer, war ebenfalls der Einladung zum Hoagascht gefolgt und erzählte, auch wenn sie selbst nicht mehr musiziere, so habe sie doch alle an diesem Abend von der Schwarzenstoa Musi gespielten Stücke noch im Herzen. Die Schwarzenstoaner Sängerinnen begeisterten die Zuhörer mit einfühlsamen Liedern. Für einen Ohrenschmaus der besonderen Art sorgte das Duo Hornsteiner-Kriner mit Werdenfelser Dialekt und markantem Auftreten. Die Laubensteiner Bläser stimmten für die Zuhörer gefühlvolle Stücke und Weisen an. Das Duo Hierl-Dicker brillierte in den verschiedensten Besetzungen, mit Gesang, Okarina, Flöte oder mit Begleitung der Laubensteiner Bläser. Überhaupt war es, ganz im Sinne der Definition eines Hoagascht als "Musikantentreffen" und sehr zur Begeisterung des Publikums, ein Abend in angenehm lockerer Atmosphäre, in der sich die Musikanten der verschiedenen Besetzungen zu spontanen Zusammenspielen zusammenfanden und es sich der eine oder andere Musikant nicht nehmen ließ, selbst einen Witz beizusteuern. Wie es sich für echte Vollblutmusikanten gehört, wurde auch nach dem Ende des offiziellen Programms noch bis weit in die Nacht hinein weitermusiziert, bevor Veranstalter, Musikanten und Zuhörer mit der Erinnerung an eine würdige und rundum gelungene Jubiläumsveranstaltung nach Hause gingen.



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